Fetisch – Berichte aus dem Alltag

Der Ausdruck Fetisch wird sehr oft benutzt, aber so genau zu wissen, wie Fetisch korrekt definiert wird, das tun scheinbar viele Menschen nicht. Ein Fetisch beschreibt ein abnormes sich hingezogen fühlen zu unbelebten Gegenständen (z.B Schuhfetisch) oder den sekundären bzw. primären Sexualmerkmalen nicht zugeordneten Körperteilen (z.B Fußfetisch).

Das sei vorweg gesagt. Aber tauchen wir doch etwas tiefer ein in die Materie. Ursprünglich wurde der Begriff Fetisch von Seefahrern geprägt, denn diese brachten von ihren Seefahrten oft geschnitzte Gegenstände mit, die sie von Eingeborenen bekamen hatten. Diese Holzfiguren wurden als magische Gegenstände verehrt und aus dem portugiesischen Wort für Zauber, feitiçio wurde das Wort Fetisch.

Später dann wurde das Wort auch im sexuellen Kontext verwendet. Einem Gegenstand oder Körperteil haftet also ein gewisser Zauber, eine gewisse Magie an, die den Fetischisten erregt, oft mehr als die üblichen sexuellen Fiktionspunkte wie Brüste oder die weibliche Vagina.

Doch was wenn ein Fetisch zum Problem wird.

Peter ist 48 Jahre alt und bekennender Fußfetischist, „Ich liebe Füße, ich mag ihre Form, ihren Geruch, ihre Geschmack„, sagt er wenn man ihn bezüglich seines Fetisches befragt. Der gelernte Industriekaufmann hat allerdings ein Problem mit seinem Fetisch, er ist in den Mittelpunkt seiner Sexualität geraten, es geht nichts mehr ohne Füße. „Als ich gemerkt habe dass ich Füße liebe, das war bereits sehr früh, in meiner Pubertät, fand ich Füße zwar am interessantesten, aber der Rest des weiblichen Körpers turnte mich ebenfalls an. Nun ist das Problem, dass ich ohne die Füße meiner Partnerin zu berühren, oder zum Beispiel ihren großen Zeh im Mund zu haben, keinerlei sexuelle Erregung mehr spüren kann, ohne Füße bin ich quasi impotent.“ – so Peter. Doch es geht noch weiter, denn mittlerweile hat seine enorme Vorliebe sogar Beziehungen gekostet: „Meine Ex-Partnerin hat mich verlassen, weil sie es auf Dauer nicht mehr ertragen hat dass ich mich hauptsächlich zu ihren Füßen hingezogen gefühlt habe, so ging es für sie einfach nicht weiter. Natürlich kann ich das verstehen, es war einfach zu viel Fetisch für unsere Beziehung!„. Nun hat Peter sich an eine Sexualberatungsstelle gewandt, die ihn zu einem Therapeuten vermittelt hat. „Es geht ganz langsam Stück für Stück, Ziel der Therapie ist es nicht etwa meinen Fetisch los zu werden, das wäre gar nicht möglich, Ziel ist es auch wieder andere Teile des weiblichen Körpers als erregend zu empfinden. In der Therapie wurde mir erst richtig klar dass die Vorliebe an sich eigentlich gar kein Problem darstellt, viel mehr ist es die Extremität mit der ich sie zelebriere. Es gab Zeiten da habe ich mehr an Füße gedacht, als an alles andere. Ich habe überall Bilder davon, sogar einen Altar mit getragenen Socken habe ich mir errichtet, auf meinem Schlafzimmerschrank!“

Das Problem an einem extremen Fetisch ist, dass dieser oft vom Fetischisten nicht als dieses wahrgenommen wird. Dazu sei gesagt dass „ein bisschen Fetisch“ niemandem schadet, wenn es jedoch darum geht dass er das komplette Sexualleben einnimmt und dies die Partnerschaft belastet, dann kann ein Fetisch wirklich zum Problem werden. Bei extremen Fetischismus ist das oft der Fall, grade dann wenn er Partner die Vorlieben nicht teilt.

Es gibt eigentlich nur zwei Möglichkeiten damit glücklich zu werden, einen derart starken Fetisch zu haben. Entweder man findet einen Partner der die sexuellen Vorlieben teilt, oder man nimmt eine Therapie in Anspruch.

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